Heilen

Immunstärkende Echinacea-Tinktur

Meine heurige Echinacea-Ernte war (bzw ist) gar nicht schlecht! Etlicher solcher voller Körbe konnte ich schon ernten – und irgendwann hab ich dann aufgehört zu zählen… und das ist gut so – denn damit können wir jetzt schon für die kälteren Tage vorsorgen! Echinacea gilt als DER Immunbooster schlechthin!

Der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea) ist eine alte indianische Heilpflanze und spielt im Frühlings- und Totenkult der Indianer auch heute noch eine bedeutende Rolle, er wird von der Urbevölkerung Amerikas schon immer so benutzt, wie ihn auch heute die moderne Medizin einsetzt.

Die Immunsystem-anregenden Eigenschaften der Echinacea mache ich mir am liebsten in Form von Tinktur zunutze, denn beim Trocknen verliert sie offenbar etwas an Heilkraft. Auch ist die frische Pflanze wirksamer als das getrocknete Kraut/die getrocknete Wurzel, natürlich steht dies allerdings nicht das ganze Jahr zur Verfügung. Deshalb mache ich mich jetzt noch rasch an die letzten frischen Köpfe der Echinacea.

Die Tinktur aus den Pflanzenteilen wirkt bei allen entzündlichen Prozessen, dabei ist es egal, ob es sich um die Lunge oder andere entzündete Bereiche im Körper handelt (z.B. Entzündung der Unterleibsorgane, Prostatitis, Abszessbildung, Eiterungen, Furunkel, grippale Infekte oder chronische Gelenkentzündungen). Durch die Inhaltsstoffe des Sonnenhutes wird das gesamte Lymphsystem des Körpers stimuliert und es kommt zu einer Stärkung des Immunsystems. Besonders bei der Behandlung von Arthritis, bei Entzündungen der Unterleibsorgane, als Blutreinigungsmittel und bei Virusinfekten ist Sonnenhut bereits vielfach aufgefallen. So wurden auch bereits seine positiven Eigenschaften bei Aids-Patienten untersucht.

Kompressen und Umschläge mit der verdünnten Tinktur können schmerzstillend wirken. Die Tinktur kann auch in eine Salbe eingearbeitet werden und so bei Verletzungen und Wunden aller Art, aber auch bei Hautschäden durch Sonneneinwirkung und Schuppenflechte helfen.

Der Pflanze wird auch besondere Wirksamkeit nach Umweltkatastrophen zugeschrieben. So kaut man zum Beispiel kleine getrocknete Stückchen der Wurzel länger im Mund (schluckt aber nur den Saft) – dies soll die Ausscheidung giftiger Stoffe beschleunigen.

Auch zum Färben kann der Sonnenhut verwendet werden, denn die Fabsusbstanz, die für ein gelb-oranges Farbbad verantwortlich ist, befindet sich in allen oberirdischen Teilen der Pflanze – allerdings werden hier große Mengen benötigt.


Nun aber zurück zu unserer Echinaea-Tinktur.

This is how we do it:
> Blüten, Blätter und idealerweise auch Wurzeln zerkleinern und in ein verschließbares Gefäß geben > alles gut mit Alkohol bedecken (ich nehme hier einfach Korn oder Vodka, ca 38-40% (wenn ihr vorwiegend Wurzeln verwendet solltet ihr auf 80%igen zurückgreifen) > für mind. 2-6 Wochen stehen lassen, ab und zu schütteln und schauen, dass alles gut mit Alkohol bedeckt ist
> danach abseihen, in dunkle Flaschen füllen und beschriften


Anwendung:

Mehrmals täglich bis zu 15 Tropfen kurmäßig oder bei Bedarf einnehmen (äußerlich kann die Tinktur auch bei Wunden, Brandwunden oder Insektenstichen eingesetzt werden).


Damit sind wir gut gerüstet für die kühleren Tage – der Herbst kann kommen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*